3. August 2009

Das war Ihr Wacken 2009

Wacken 2009 ist vorbei, ich bin frisch geduscht und ausgeschlafen. Somit ist es an der Zeit die Ereignisse noch einmal Revue passieren zu lassen.

Am Dienstagabend ging es los, noch schnell Grillware eingekauft und dann ab gen Norden. Gemütlich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120km/h die gut 700km nach Wacken abgeritten. Reibungslos, völlig ohne Stau ging es durch bis auf Campingground N. Lustigerweise kamen wir fast genau an der selben Stelle raus wie letztes Jahr, lediglich 1 Auto weiter links in der selben Reihe. Lustigerweise kamen 2 von 3 Nachbarn aus dem selben Bundesland wie wir.

Nachdem wir unser Camp so gegen 5:30 aufgebaut hatten, mussten wir leider feststellen dass wir unsere Grillkohle zuhause vergessen hatten. Also mussten wir warten bis der Markt auf N gegen 10:00 aufmachte um dämliche Kohlen zu kaufen. Darum beschlossen wir erstmal unsere Festivalbänder zu besorgen. Die Bänderausgabe war dieses Jahr nicht auf dem „Festivalgelände“ wie früher sondern im ehemalige Activity- Bereich. Wo neben dem Wrestling- Zelt auch 2 kleine Fußballfelder (für den Wacken Soccer Cup) und das Bullenreiten zu finden waren. Lustigerweise kann man an den Container, der zur Bandausgabe verwendet wird von allen 4 Seiten ran. Warum alle nur an einer Seite anstanden war mir etwas unverständlich. Aber immerhin ersparte uns das sämtliche Wartezeit ;).


Mit dem neuen schwarz gelben Band (welches ich - ebenso wie das vom letzten Jahr - problemlos ausziehen kann) ging es dann erstmal Grillkohle kaufen. Leider war zum dem Zeitpunkt noch keine Grillkohle vorhanden. Also haben wir uns erstmal mit einem Einweggrill begnügt. Nach dem frühen Mittagessen ging es dann erstmal runter auf´s Gelände um das Bandshirt von 2009 zu kaufen.

Der WOA- Merchendise Stand würde auch schon von unzähligen schwarzen Gestallten belagert. Wegen mangelndem Abzugsweg mussten die frischen Besitzer von WOA Merch´s in guter alter Metaler- Manier durch die Lüfte abtransportiert werden. Das ganze hat auch nur gut 2h gedauert und für einen Fetten Sonnenbrand gesorgt ;).



Der Rest des Mittwochs verlief dann relativ ereignislos auf dem Campingground. Allerdings konnte ich noch herausfinden wieso in den Werner Comic´s (Brösel und so) immer Würfel gekotzt werden. Beim Würfelpoker habe ich meine Würfel anstatt im dafür vorgesehen Becher, im gefüllten Horn versenkt. Und natürlich erstmal wie blöde unterm Tisch und Stuhl gesucht :p. Geschlaucht von der anreise ging es dann auch relativ früh ins Bett.


Donnerstagmorgen dann direkt der erste Dämpfer während unser Pavillon noch die erste Nacht überlebt hatte, so musste er sich dann am doch am morgen, nach langem epischen Kampf den Wackener Winden geschlagen geben (wir sehen uns in Valhalla). Mit gebrochener Seitenstrebe blieb uns nur noch die letzte Ehre zu erweißen mit einer Feuerbestattung.


Am frühen Abend standen dann die ersten Konzerte an. Als erstes Stand Schandmaul auf unserem Programm. Doch zuvor gab es noch die letzten Lieder von Skyline (Band von Wackenbegründer Thomas Jensen) + Tom Angelripper. Schandmaul lieferte ein Gutes Konzert ab, obwohl ich etwas skeptisch war, da ich die Band mehr als nette Hintergrundmusik beim lesen/RPG Zocken schätze (wegen des eher ruhigen „Geschichte- Erzählstil“). Im Anschluss spielte Der W(appler), welchen ich aus Prinzip boykottierte. Stattdessen ging ich rüber zur Partystage wo die „Secret Show“ auf dem Programm stand. Nachdem J.B.O. schon auf dem Bandshirt stand und dann noch ein rosa Schlagzeug auf der Bühne zu sehen war, war klar was uns erwarten würde. Neben Klassikern wie „Bolle“ und „Ein guter Tag zum sterben“ würden das Publikum auch schon mit einem neuen Song vom kommenden Album belohnt.


Denn Abschluss meines ersten Festivaltages Tages beschloss dann Running Wild mit ihrem Abschiedskonzert. Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich Running Wild bis vor kurzem nur sehr oberflächlich kannte. Vor der völlig überfüllten True Metal Stage spielten die Mannen um Rock´n´Rolf eine geile Show. Anfangs verschwanden sie zwar noch nach jedem Song hinter der Bühne was den „Konzertfluss“ etwas hemmte, doch später haben sie dies dann unterlassen. Nach etwa einer Stunde fing es stark an zu Regen, was der Party jedoch keinen Abbruch tat. Alles in allem ein sehr gelungenes Finale der Ausnahmeband, ich bin stolz darauf dabei gewesen zu sein ;). Heaven & Hell hab ich mir dann allerdings gespart (ja, nennt mich Ketzer).


Es hat die ganze Nacht durchgeregnet und wie sich am Morgen herausgestellt hatte gab es auch das ein oder andere Problem mit dem Zelt im Zusammenhang mit Wasser. Obwohl wir im Vorfeld gut 1,5 Dosen Imprägnierspray drauf gedonnert hatten. Nach kurzer Statusanalyse konnten wir dann das Problem (bei strahlendem Sonnenschein) mit Hilfe eines verbliebenen Pavillonteils „fixen“. Ein guter Start für den Mega- Samstag.


Gegen 14:15 ging es dann los mit Gamma Ray die wie gewohnt ne gute Show lieferten und sogar ein neues Lied vom kommenden Album gespielt, welches bis jetzt nicht mal aufgenommen sein soll.


Nach kleiner Pause ging es dann zum härtesten Konzertblock dieses Jahres. 18:00 – 19:00 Dragonforce auf der Partystage. Hammer. Herman Li hats mal so was von drauf. 19:15 ging’s dann rüber zur True Metal Stage wo Hammerfall spielten. Wir konnten uns relativ weit nach vorne Kämpfen, was sich, wie sich später raustellte als Fehler erwies. Die Stimmung war verdammt geil, viel mehr kann ich zu dem Konzert beim besten Willen nicht sagen. Ich war durchgängig mit dem Transport von Crowd Surfern (ja, liebe Leser, das ist auf Wacken erlaubt :D) beschäftigt war. Ich glaube, ich hab nicht mal ein Lied am Stück Wahrgenommen. Eigentlich hätte man da wirklich Geld für den Transport nehmen sollen.


Vor dem Großen Finale dann noch mal ne kleine Pause auf dem Mittelaltermarkt bei Currywurst und Reincarnatus. Auf dem Rückweg zur True Metal Stage haben wir noch die letzten paar Lieder der im Vorfeld so umstrittenen Band „Bullet For My Valentine“. Keine Ahnung was die lieben WOA Forennutzer haben, das war astreiner Metal. 21:45 hieß es dann Motörhead mit Lemmy dem alten Suffkopp :D. Im Anschluss dann standen wir vor einer schweren Entscheidung zwischen In Flames und Epica (Epica auf der Partystage -> wtf?). Letztlich viel die Entscheidung auf In Flames. Auf einem völlig überfüllten „Infield“ zeigten die Jungs einer coole Show und spielten sogar Dead End live was sie wohl erst zum zweiten mal taten. 0:45 bis 1:45 gab es dann ganz entspannt Doro, so langsam stellten sich außerdem die ersten Rücken und Fußschmerzen ein. Von 2 bis 3 Uhr morgens spielten dann Amon Amarth, die das komplette Gelände noch mal zum toben brachten. Zu Guardians of Asgard brannte dann die Luft in Wacken. Mit Death in Fire beschlossen die Finnen den zweiten Tag des Festivals. Nach keine 10mins nach dem Lied ging in Wacken dann die Feuerwehrsirene und kurz darauf Rückte dann auch die Feuerwehr aus. Zufälle gibt’s.


Zufrieden aber auch einfach körperlich fertig ging es dann zurück auf den Campingplatz und direkt ins Bett.


Am nächsten morgen würden wir dann viel zu früh durch brütende Hitze im Zelt geweckt. Wacken, rain or shine? Fixed-> Wacken, rain and shine. Am Frühstück grillen verreckte dann mein Campingstuhl, der noch vom letzten Jahr angeschlagen war. Was soll’s, Feldbett ins freue gezerrt, passt schon.


Ab 13:00 ging es dann wieder runter, Rage & Friends gucken. Als Gäste standen zusammen mit Rage unter anderem Hansi Kürsch von Blind Guardian, Eric Fish von Subway to Sally, Marcel „Schmier“ Schirmer von Destruction. Auch hierzu kann ich nur sagen goiles Konzert.


Gegen 18:00 gab es dann Axel Rudi Pell auf der Movie- Leinwand. Im Anschluss dann In Extremo die es ebenfalls den ganzen Platz vor Black und True Metal Stage problemlos füllten. In Extremo auch immer wieder ein Hochgenuss des gepflegten Metals. Eigentlich wollten wir noch Machine Head sehen, was aber zugunsten eines besseren Stehvermögens bei den darauf folgenden Bands verworfen würde. Am Späten Abend dann noch Saxon und Korpiklaani (Hut ab wie lange Biff in seinem alter noch spielen kann). Gleichzeitig zu Korpiklaani spielten auch Gwar, was mir eigentlich nichts sagte. Im vergleich zu Gwar ist Lordi ein FSK 6 Kinderfilm. Genauso wie bei Lordi wird in Monsterkostümen performed, allerdings Schlachten diese sich im verlaufe des Konzertes gegenseitig ab. Bevor die dann verrecken, versprühen die Darsteller vor ihrem Abgang Unmengen von rotem/grünem „Blut“ aus ihren „Schlagadern“ auf die Bühne/ Zuschauer. Als großes Finale pisst/wixxt der Sänger dann noch mal eine anständige „Ladung“ ins Publikum. Gut das ich drüben bei Korpiklaani stand nur und ab und an auf die Leinwand rüber sah ;).



Das Finale des Festivals oblag einmal mehr Subway to Sally. In meinen Augen ist Subway eine der geilsten Livebands in Deutschland, doch am frühen Sonntagmorgen hat es leider überhaupt nicht gepasst. Sound zu leise (Ok, war schon 2 Uhr durch, aber das hatte am Vortag bei Amon Amarth auch niemand interessiert) und die übliche „Subway Energie“ hat auch irgendwie gefehlt. Etwas enttäuscht von Subway ging es dann zurück zum Auto, wo wir uns auch direkt auf den Heimweg machten. Völlig Staufrei ging es dann auch Nachhause, wo wir gegen 11:30 völlig übermüdet ankamen. Nach einer intensiven Dusche ging es dann erstmal ab ins Bett.



Das war mein Wacken 2009, einmal mehr sehr gelungen. Ich persönlich hab nirgends irgendwelchen Stress, Feuer oder sonstiges „unredliches“ Verhalten gesehen. Dank für die schönen Tage, see you next year at wacken. Rain and shine.


Kleine Anmerkung noch, in den letzten Tagen hat sich bissel was getan für den WoW Druiden, was natürlich schnellstmöglich abgehandelt wird.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen